Ausbildung von Jungpferden

Vor Beginn der Arbeit mit dem Jungpferd ist es sehr wichtig, zum Schutz für Pferd und Reiter auf die passende Ausrüstung zu achten: Halfter, Sattelgurte ohne Risse, passender Sattel, Boots für das Führpferd usw.


Ob dreijährig von der Aufzuchtkoppel oder schon ältere Pferde ich beginne bei allen mit der Bodenarbeit. Sie ermöglicht einen ersten Kontakt zwischen Trainer und Pferd, schafft Vertrauen und auch gleichzeitig Respekt. So lernt das Pferd z.B. beim Führtraining, dem Druck des Halfters nachzugeben. Auf das kleinste Nachgeben des Pferdes reagiere ich mit sofortigem Nachlassen des Zuges am Halfter und lobe das Tier ausgiebig. Lob und das Nachlassen der Hilfe ist das wichtigste Element bei dem Arbeiten mit dem Pferd.

Ich bevorzuge für die Ausbildung des Jungpferdes die Arbeit mit einem Führpferd. Dabei handelt es sich um ein gut ausgebildetes, selbständig arbeitendes Pferd, das mich bei der Arbeit unterstützt. In meinem Fall mein Haflinger Wallach Spoky. Das auszubildende Pferd ist durch die Gegenwart meines Wallachs weniger nervös und "lehnt" sich an das erfahrene Pferd an. Bewegungsabläufe wie das Anhalten, Rückwärtsrichten, Hinter- und Vorhandwendungen usw. können sehr gut mit einem erfahrenen Führpferd gelehrt und geübt werden. Durch das Führpferd wird dem Jungpferd der jeweilige Bewegungsablauf vorgegeben. Um das Pferd nun an Pad und Sattel zu gewöhnen, arbeite ich mit ihm vom Boden aus. Bei meiner Arbeit unterdrücke ich den angeborenen Fluchtreflex nicht, indem ich es festhalte, sondern ich lasse ihm ausreichend Freiraum. Das Pferd wird so feststellen, dass es zwar jederzeit flüchten könnte, jedoch nach kurzer Zeit "einsehen", dass eine Flucht nicht nötig ist, weil ihm nichts geschieht.

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